Wenn Betreiber ihr Lademanagementsystem (CPMS) wechseln, ist die Wahl der Plattform nur die halbe Entscheidung. Die andere Hälfte ist der Weg dorthin. Bei einer Stichtagsumstellung (Cutover) zieht das gesamte Netzwerk an einem geplanten Tag um. Bei einer schrittweisen Migration wandert es über Wochen oder Monate in Etappen, und beide Plattformen laufen die ganze Zeit parallel.

Die meisten Teams treffen diese Entscheidung nur einmal, deshalb wird sie oft länger diskutiert als nötig. Sie ist enger, als sie aussieht, und hängt weniger von Vorlieben ab als davon, was Ihre Hardware, Ihre Integrationen und Ihr Team leisten können. Betreiber, die bereits festgestellt haben, dass ihre Plattform nicht mehr zu ihrem Netzwerk passt, kommen meist mit einer erst halb formulierten Frage an diesen Punkt.


Stichtagsumstellung oder schrittweise Migration? So migrieren Sie Ihr EV-Ladenetzwerk am besten - Wenn Betreiber ihr Lademanagementsystem (CPMS) wechseln, ist die Wahl der Plattform nur die halbe Entscheidung. Die andere Hälfte ist der Weg dorthin. Bei einer Stichtagsumstellung (Cutover) zieht das gesamte Netzwerk an einem geplanten Tag um. Bei einer schrittweisen Migration wandert es über Wochen oder Monate in Etappen, und beide Plattformen laufen die ganze Zeit parallel.

Stichtagsumstellung: alles auf einmal

Bei einer Stichtagsumstellung zieht das gesamte Netzwerk an einem geplanten Tag um. Am einen Tag laufen Ihre Ladepunkte, EV-Fahrer, Tarife und Integrationen auf der alten Plattform. Am nächsten Tag laufen sie auf der neuen, und die alte Plattform wird abgeschaltet.

Die Arbeit fällt vorab an. Die Vorbereitungsphase ist intensiv: Sie konfigurieren die Ladepunkte auf die neue Plattform um, migrieren die Fahrerkonten und validieren die Daten. Der eigentliche Übergang konzentriert sich auf einen klar definierten Moment. Die Teams müssen nicht zwei Betriebsrealitäten gleichzeitig bewältigen, und es ist nie unklar, welche Plattform maßgeblich ist.

Die Fernumkonfiguration der Ladepunkte ist der Idealfall, die Realität ist vielfältiger. Die meisten modernen Ladestationen lassen sich per Over-the-Air-Update umstellen. Einige ältere Modelle brauchen jedoch ein Wartungsfenster oder einen Einsatz vor Ort. Beides ist machbar, aber die Aufteilung muss feststehen, bevor ein Termin gesetzt wird.

Was mit Ihren EV-Fahrern umzieht, müssen Sie prüfen, es ist nicht selbstverständlich. Die Übertragbarkeit von Konten und Ladevorgängen ist in manchen Ländern eingeschränkt und hängt von Ihrem neuen Zahlungssystem ab. Außerdem müssen sich Nutzer je nach Szenario eventuell neu registrieren oder neue Passwörter vergeben. Klären Sie das frühzeitig für Ihre Märkte: Genau diesen Teil bemerken Ihre Fahrer tatsächlich.

Stichtagsumstellung oder schrittweise Migration? So migrieren Sie Ihr EV-Ladenetzwerk am besten - Wenn Betreiber ihr Lademanagementsystem (CPMS) wechseln, ist die Wahl der Plattform nur die halbe Entscheidung. Die andere Hälfte ist der Weg dorthin. Bei einer Stichtagsumstellung (Cutover) zieht das gesamte Netzwerk an einem geplanten Tag um. Bei einer schrittweisen Migration wandert es über Wochen oder Monate in Etappen, und beide Plattformen laufen die ganze Zeit parallel.

Das Migrations-Playbook für EV-Ladeplattformen

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Schrittweise Migration: Gruppe für Gruppe

Eine schrittweise Migration, manchmal auch iterativ genannt, verlagert Ihr Netzwerk in Etappen. Gruppen von Ladepunkten und Fahrern wechseln über mehrere Wochen, während die alte und die neue Plattform beide in Betrieb bleiben.

Der Vorteil: Sie lernen und verbessern sich, während Sie einen Geschäftsbereich nach dem anderen umstellen. Sie können jederzeit pausieren, nachjustieren oder eine Gruppe zurückverlegen, ohne den Rest des Netzwerks anzutasten. Kleine, überprüfbare Gruppen zählen vor allem dann, wenn Ihre Standorte über mehrere Regionen verteilt sind oder gemischte Hardware die Fernumkonfiguration unberechenbar macht: Ein Konfigurationsfehler betrifft dann vielleicht zehn Ladepunkte statt tausend.

Der Preis dafür ist der Parallelbetrieb. Alle Ihre  Teams, vom Vertrieb bis zur Buchhaltung, bewältigen zwei Betriebsrealitäten gleichzeitig. OCPI-Verbindungen (Open Charge Point Interface) sind oft ein Problem, weil ein Betreiber nicht dieselben IDs in verschiedenen Systemen laufen lassen kann. Es entstehen Sonderfälle: ein Ladevorgang, der über die Migrationsgrenze hinweg läuft, ein Fahrer, dessen Konto auf der einen Plattform existiert, auf der anderen aber noch nicht, eine Roaming-Vereinbarung, die je nachdem, welche Plattform einen Standort bedient, unterschiedlich greift. Das sind einige der Fragen, die Betreiber nur ungern stellen, und jede braucht für die gesamte Übergangszeit einen klar benannten Verantwortlichen.

Die finanzielle Seite und das Reporting werden leicht unterschätzt. Eine Parallelphase bedeutet meist zwei Plattformrechnungen, zwei Support-Runbooks und einen Abgleich zwischen beiden, wobei Roaming-Abrechnung, Fiskalisierungsdaten und regulatorisches Reporting für die gesamte Dauer aufgeteilt sind. 

Je länger der Übergang dauert, desto mehr davon sammelt sich an. Wer die Parallelphase vorab festlegt und sich daran hält, verhindert, dass eine schrittweise Migration länger dauert, als das Team eingeplant hat.

Wie Ladepunkte zur neuen Plattform wechseln

Egal, für welchen Ansatz Sie sich entscheiden: Die Hardware-Migration ist identisch. Jeder Ladepunkt ist so konfiguriert, dass er über OCPP (das Open Charge Point Protocol) mit genau einem Backend kommuniziert, der Plattform, die ihn betreibt. Ihn umzuziehen heißt, diese Konfiguration zu ändern, ohne laufende Ladevorgänge zu unterbrechen oder den Ladepunkt unerreichbar zu machen.

Der Migrations-Proxy von AMPECO nimmt diese Arbeit aus dem kritischen Pfad. Statt die Ladepunkte am ersten Tag auf die neue Plattform umzustellen, konfigurieren Sie sie so, dass sie sich mit dem Proxy verbinden. Dieser leitet ihren OCPP-Datenverkehr transparent an die Plattform weiter, auf der sie heute laufen. Während die Migration vorbereitet wird, läuft der Betrieb unverändert weiter: Laden und Überwachung funktionieren wie bisher, und weder Ihr Team noch Ihre Fahrer bemerken einen Unterschied.

Rückt der Migrationstermin näher (oder ist bei einer schrittweisen Migration die jeweilige Gruppe bereit), stellen Sie das Routing des Proxys auf die neue Plattform um, Standort für Standort oder alle auf einmal. Die Arbeit an den einzelnen Ladepunkten verteilt sich auf Wochen, findet tagsüber statt und wird überprüft. Die Umstellung selbst wird zu einer Routing-Änderung statt zu einer Neukonfiguration der gesamten Flotte.

Der Proxy ist in jedem Fall nur ein Teil dessen, was diese Entscheidung begleitet. Ein festes Migrationsteam, Handbücher für Datenmapping und Migration, eine Testmatrix für Hardware und ein strukturierter Scoping-Prozess gelten für beide Ansätze.

Was für Ihr Netzwerk entscheidet

Abstrakt betrachtet ist keiner der beiden Ansätze sicherer. Beginnen Sie mit den Rahmenbedingungen, die eine Option ausschließen, statt mit den Vorlieben, die eine Option begünstigen, denn so ist die Frage am schnellsten geklärt.

Wenn sich ein erheblicher Teil Ihrer Ladestationen nicht aus der Ferne umkonfigurieren lässt oder während des Übergangs durchgehende Verfügbarkeit gefordert ist, kommt eine einzige Umstellung nicht infrage. Wenn die OCPI-IDs während der Migration unbedingt erhalten bleiben müssen, ist ein iterativer Ansatz deutlich schwieriger umzusetzen und bräuchte viel Unterstützung durch Ihr Altsystem.oder wenn das eine Team, das beide Plattformen betreiben müsste, bereits ausgelastet ist, kommt auch der schrittweise Weg nicht infrage. Ob Sie die bisherige Plattform selbst kontrollieren, bestimmt, welche dieser Punkte zutreffen: Die Migration weg von einer Inhouse-Lösung birgt kein Risiko bei der Zusammenarbeit mit einem Anbieter und keine doppelten Lizenzen, aber meist müssen dieselben Entwickler beide Plattformen betreiben, was auf seine eigene Weise teuer ist.

Wo beide Optionen offen bleiben, entscheiden fünf Faktoren.


FaktorSpricht für eine StichtagsumstellungSpricht für eine schrittweise Migration
Erreichbarkeit der Hardware
Ladepunkte lassen sich zuverlässig aus der Ferne umkonfigurieren
Ein nennenswerter Teil braucht ein Wartungsfenster oder einen Einsatz vor Ort oder ist faktisch offline
Ladepunkte lassen sich zuverlässig aus der Ferne umkonfigurieren
Ein nennenswerter Teil braucht ein Wartungsfenster oder einen Einsatz vor Ort oder ist faktisch offline
Größe des NetzwerksDer Bestand ist einheitlich genug, um ihn als Ganzes zu überprüfen, unabhängig von der GrößeGroße Bestände mit natürlichen Gruppengrenzen nach Markt oder Geschäftsbereich oder nach Hardware-Generation
Geografische VerteilungEinsätze vor Ort sind gebündelt und lassen sich in einem Zeitfenster planenStandorte verteilt über Märkte mit unterschiedlichen Außendienstteams, Zugangsregeln und Reporting-Vorgaben
Interne KapazitätIhr Team kann sich für einen festen Termin gebündelt darauf konzentrierenIhr Team kann den Betrieb in zwei parallelen Systemen aufrechterhalten und ist bereit, den Mehraufwand zu tragen
RisikobereitschaftSie steuern lieber ein einziges, geprobtes Ereignis mit einem geprobten RollbackSie steuern lieber ein längeres Zeitfenster mit Rollback für einzelne Gruppen

Beide Ansätze vertieft das Migrations-Playbook für EV-Ladeplattformen: welche Vorbereitung jeder erfordert, wo der OCPP-Proxy in beide Wege passt und wie Betreiber die Arbeit intern geplant haben. Laden Sie das Playbook hier herunter.

Sie wissen bereits, welche Rahmenbedingungen für Sie gelten? Sie können Ihr Netzwerk mit beiden Ansätzen abgleichen oder eine 30-minütige Migrationsberatung buchen, und wir gehen sie gemeinsam mit Ihnen durch.

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Author

Cvetilena Gocheva

Senior Product Marketing Manager

About the author

Cvetilena is a seasoned product marketing manager who turns complex platform capabilities into compelling stories, helping CPOs understand exactly how AMPECO drives their business forward