Unternehmensprofil
Ein reiner CPO, der sein Netzwerk als Produkt versteht
Powy betreibt das größte unabhängige öffentliche Ladenetzwerk Italiens und ist zunehmend auch in Spanien präsent. Das 2018 in Turin gegründete Unternehmen ist ein reiner Ladestationsbetreiber: Es besitzt seine Infrastruktur, entwickelt seine Standorte und betreibt das Netzwerk unter eigener Marke. Statt das Fahrererlebnis einem Plattformanbieter zu überlassen, behält Powy über die eigene App die direkte Kontrolle.
Powy erzielt seine Umsätze mit den Ladevorgängen der Fahrer in seinem Netzwerk, an Standorten, die es im Rahmen langfristiger Vereinbarungen mit privaten Standortbetreibern wie auch mit Behörden entwickelt und betreibt: Parkanlagen, Supermärkte, Einkaufszentren, Verkehrsknotenpunkte, Einzelhandelsstandorte und ein beträchtlicher Bestand an kommunalen Konzessionen.
Powy wächst schnell: In ganz Italien läuft ein umfangreicher Ausbau an unterschiedlichsten Standorttypen und in verschiedenen Gemeinden, und ein mehrjähriger Plan sieht ein Wachstum weit über das heutige Netzwerk hinaus vor. Dabei wächst Powy ganz bewusst.


„Wir waren nie der Meinung, dass das Laden von Elektrofahrzeugen wie eine austauschbare Ware behandelt werden sollte. Erfolg in dieser Branche hängt davon ab, wie wirksam Betreiber die echten Herausforderungen von Fahrern und Standortbetreibern lösen und sich dadurch spürbar abheben. Für uns heißt das, über die physische Infrastruktur allein hinauszublicken und das gesamte Ökosystem darum in den Blick zu nehmen, von Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit bis zu den digitalen Services, die Fahrer und Partner unterstützen. Technologie, Daten und operative Exzellenz waren schon immer fester Bestandteil unserer Strategie. Sie waren grundlegend, als unser Netzwerk kleiner war, und sie werden noch wichtiger, je weiter wir wachsen.“
Diese Überzeugung, dass das Netzwerk ein Produkt ist, das sich abheben soll, und keine austauschbare Ware, die man einfach betreibt, machte die Plattformfrage schließlich unausweichlich.
Die Herausforderung
Die alte Plattform war zur Obergrenze geworden
Powy migrierte nicht, weil etwas kaputt war. Powy migrierte, weil eine Obergrenze absehbar war. Eine Plattform, die ein paar Hundert Ladestationen in einem Markt problemlos betreibt, verhält sich anders, sobald ein Netzwerk zwei Länder, mehrere Hardwaremarken und einen schnell wachsenden Bestand an Standortbetreibern und Behörden umfasst. Für Powy zeichneten sich drei Einschränkungen gleichzeitig ab.
01
Personal, das mit dem Netzwerk wuchs
Wachstum erforderte zusätzliches Betriebspersonal im Gleichschritt mit dem Netzwerk statt im Voraus.
02
Integrationen, die zu langsam waren
Die Anbindung der eigenen App und des weiteren Technologie-Stacks von Powy dauerte länger, als es sich ein Unternehmen in Powys Tempo leisten konnte.
03
Eine Roadmap, die das Tempo vorgab
Powys Ambitionen eilten der Feature-Roadmap des Anbieters immer wieder voraus, sodass die Plattform das Tempo bestimmte statt des Unternehmens.
Die Frage, neu gestellt
Nicht „Was ist kaputt?“, sondern „Mit welcher Plattform können wir das Netzwerk aufbauen, das wir wirklich wollen, in mehr als einem Markt, ohne es in zwei Jahren erneut umbauen zu müssen?“ Powy entschied sich, den Wechsel anzugehen, solange es dem Problem noch voraus war, nach eigenem Zeitplan, statt zu warten, bis aus der Obergrenze eine Wand wird.
Warum AMPECO
Erst im Live-Betrieb getestet, dann vertraut
Powy führte eine strukturierte Ausschreibung durch, lud acht Plattformen für ein Lademanagementsystem (CPMS) ein und ließ zwei Finalisten einen Proof of Concept mit echten Ladestationen und echten Fahrern durchlaufen. Das war keine Bewertung von Feature-Listen auf dem Papier. Powy wollte sehen, wie jede Plattform das tatsächliche Netzwerk trägt, bevor es einer davon das gesamte Netzwerk anvertraute.
Was Powy eigentlich bewertete, war die Passung: ob eine Plattform die Marke und die Kundenbeziehung in Powys Händen lassen würde und ob sie die Art unterstützen könnte, wie Powy künftig arbeiten will.
Eine Plattform, die nie um Ihre Fahrer konkurriert
AMPECO ist ein reines Softwareunternehmen. Es betreibt kein Ladenetzwerk, verkauft keine Hardware und beteiligt sich nicht an den Ladevorgängen der Fahrer. Deshalb wird es nie zum Konkurrenten um dieselben Fahrer oder Verträge mit Standortbetreibern.
Volle Hoheit über Marke, Daten und Finanzflüsse
AMPECO bleibt an jedem Kontaktpunkt mit den Fahrern unsichtbar, und die Daten gehören Powy. Ladevorgangs- und Ladestationsdaten fließen über die API direkt in das eigene Data Warehouse von Powy.
Von Grund auf hardware-agnostisch
Powys vier Hardwaremarken laufen heute als ein Netzwerk, und die Beschaffung bleibt auch künftig offen. So wird die nächste Marke nach ihren Stärken ausgewählt.
Roaming zu Powys Bedingungen
Powy unterhält direkte Verbindungen zu den wichtigsten Partnern und steuert Preisgestaltung und Abrechnungsabgleich selbst, genau die Position, die ein Betreiber mit einem differenzierten Netzwerk behalten möchte.
Eine offene Plattform als Basis
Jede Plattformfunktion ist über die API verfügbar, mit ereignisgesteuerter Integration über Webhooks und Kafka und mit Anbindung an die bestehende App von Powy, statt eines erzwungenen Wechsels zu einer neuen.
Ein Migrationspartner, nicht nur ein Anbieter
AMPECO hat bereits mehr als 150.000 Ladepunkte migriert. Migrationsspezialisten, Lösungsberatung und Hardware-Integration sind standardmäßig enthalten, statt als Extras berechnet zu werden.




„Ich möchte mich auf mein Geschäft konzentrieren, darauf, wie ich als CPO wachse und mich abhebe. Dafür brauche ich ein Werkzeug, das mir hilft. Es sollte nicht umgekehrt sein, dass ich dem Plattformanbieter helfe, seine Roadmap zu definieren, und ständig nachhaken muss.“
Vorbereitung auf den Wechsel
Die Umstellung ist der leichteste Teil einer Migration
Genau hier sehen es die meisten Betreiber falsch herum. Der Umstellungstag ist einfach das Ergebnis der Arbeit, die davor geleistet wird, und Powy und AMPECO haben großzügig in diese Arbeit investiert.
01
Stichtagsumstellung statt Phasenmodell
Powy entschied sich für eine Stichtagsumstellung statt eines Rollouts Land für Land. Ein entschlossener Wechsel erfordert mehr Vorbereitung, brachte aber das gesamte Netzwerk in einem sauberen Zeitfenster auf eine Plattform, statt wochenlang zwei Systeme parallel zu betreiben.
02
Tägliche Abstimmung, Verantwortliche auf beiden Seiten
Während der gesamten Projektdauer hielten die beiden Teams täglich eine Arbeitsabstimmung ab, dazu kamen gezielte Schulungen. Jeder Arbeitsbereich hatte Verantwortliche auf beiden Seiten: Hardware und Konnektivität, Roaming, App- und Datenintegration sowie Energie. Die Migrationsspezialisten von AMPECO bildeten die Geschäftslogik ab, koordinierten die Partner und führten die Probeläufe gemeinsam mit Powy durch, statt nur eine Checkliste zu übergeben.
03
Alles, was testbar war, wurde getestet
Jedes Hardwaremodell und jede Firmware-Variante sowie jede der sechs OCPI-Roamingverbindungen und Hubject wurden parallel getestet, sodass der eigentliche Wechsel eine Generalprobe war, die Powy bereits durchgespielt hatte.
04
Tarife neu aufgebaut, nicht übernommen
Das eigene Datenteam von Powy baute die Tarifstruktur auf AMPECO sauber neu auf, statt jahrelang angesammelte Komplexität zu übernehmen.
05
Fernumleitung ohne Vor-Ort-Einsätze
Die gesamte Flotte war darauf vorbereitet, per Fernzugriff umgeleitet zu werden. Am Umstellungstag ging es nur noch darum, das Ziel der Ladestationen zu ändern und zu beobachten, wie sie wieder online kamen.

Der Tag des Wechsels
Vor acht Uhr fertig
25. März 2026
Der Wechsel lief in den frühen Morgenstunden, so gewählt, dass die Fahrer nichts bemerken würden.
Von Anfang bis Ende hat es wirklich nur zwei Stunden gedauert. Die erste Stunde für die Umstellung der Infrastruktur und das erneute Verbinden aller Ladestationen, die zweite, um alle Roamingverbindungen wiederherzustellen und im Live-Betrieb zu testen. Vor acht Uhr waren wir fertig. Die Nutzer haben praktisch keine Störung und keinen Ausfall bemerkt.
Die Ladestationen waren innerhalb von Minuten wieder da. Beim ersten Check-in waren 100 % der erwarteten Stecker online und jede Roamingverbindung war aktiv. Ereignislos, genau wie geplant, und im Einklang mit einer Erfolgsbilanz, in der AMPECO Netzwerke dieser Art ohne Ausfallzeiten umgezogen hat.


Die Ergebnisse
Ein größeres, komplexeres Netzwerk ohne manuellen Mehraufwand
Beim Wechsel ging es nie um die Umstellung selbst. Es ging darum, was sie möglich machte. Das Team von Powy verbringt heute mehr Zeit mit Differenzierung und weniger mit dem reinen Aufrechterhalten des Betriebs.
| Vorher | Auf AMPECO | |
|---|---|---|
| Diagnose | Vollständige Logs herunterladen und auswerten | Warnmeldungen, auf die das Team direkt reagiert |
| Firmware-Updates | Ladestation für Ladestation | Gesammelt |
| Ladevorgangs- und Ladestationsdaten | In Stapeln | Live, über die API in das Data Warehouse von Powy |
| Neue Roamingverbindung | Ein monatelanges Projekt | Tage |
Was Powy als Nächstes aufbaut
Die Plattform im Einsatz

Mit der abgeschlossenen Migration setzt Powy die Plattform jetzt für das ein, wofür es sie haben wollte. Auf der nahen Roadmap:
Plug & Charge
Live-Ladedaten für klarere Fahrerpreise
B2B-Partnerportal
Individuelle Dashboards für Standortbetreiber
Direkte Tools für Flotten und Partner
„Die Plattform steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir brauchen eine, mit der wir das Netzwerk ausrollen und erweitern können, aber auch neue Ladeerlebnisse, neue Integrationen und neue Partnerschaften in mehr als einem Markt umsetzen. Als wir uns die Roadmap von AMPECO angesehen haben, gab es viele Gemeinsamkeiten mit unserer eigenen.“

Nicolò Brentan
Chief Growth Officer, Powy



