Fragen Sie einen Betreiber, der eine Plattformmigration hinter sich hat, was dabei am schwierigsten war, und er wird selten die technische Übergabe nennen. Die Daten werden übertragen, der Proxy für OCPP (Open Charge Point Protocol) leitet die Ladepunkte um, das neue System geht in Betrieb. Dieser Teil dauert mit der richtigen Vorbereitung nur Stunden. Was Monate dauert, ist alles andere.

Fünf Arbeitsstränge, die gleichzeitig laufen


Plattformmigration beim EV-Laden: Warum die technische Umstellung der einfachste Teil ist - Fragen Sie einen Betreiber, der eine Plattformmigration hinter sich hat, was dabei am schwierigsten war, und er wird selten die technische Übergabe nennen. Die Daten werden übertragen, der Proxy für OCPP (Open Charge Point Protocol) leitet die Ladepunkte um, das neue System geht in Betrieb. Dieser Teil dauert mit der richtigen Vorbereitung nur Stunden. Was Monate dauert, ist alles andere.

Bei der Planung einer Migration liegt es nahe, mit der Technik zu beginnen: OCPP-Versionen, Datenschemata, Hardware-Kompatibilität, API-Integrationen. Diese Fragen sind notwendig. Doch eine Migration, die nur sie stellt, übersieht das meiste von dem, was über den Erfolg entscheidet.

Ein Plattformwechsel läuft gleichzeitig über fünf Arbeitsstränge, und keiner davon pausiert, während die anderen aufholen.

Das Business Mapping, also die Abbildung der Geschäftsprozesse, legt fest, was übernommen und was neu gestaltet wird: welche Anwendungsfälle übertragen werden, welche Prozesse neu aufgebaut statt kopiert werden sollten und ob das Datenmodell der neuen Plattform tatsächlich abbilden kann, wie das Unternehmen arbeitet. Daneben steht die technische Kompatibilität: OCPP-Versionen der Hardware, Datenqualität, Eigentum an den App-Store-Konten, Kontrolle über die SIM-Karten. Keiner der beiden Arbeitsstränge hängt vom anderen ab, aber beide müssen vor dem Go-live geklärt sein.

Die operative Bereitschaft ist ein eigener, paralleler Strang: Roaming-Partner werden einzeln getestet, Servicetechniker vor dem Umstellungstag eingewiesen, Support-Teams ab dem ersten Tag auf der neuen Oberfläche geschult. Die internen Ressourcen sind ein vierter Arbeitsstrang: Wer verantwortet das Projekt in der Organisation des Betreibers, und stehen diese Personen über das gesamte Migrationsfenster hinweg wirklich zur Verfügung, nicht nur in der Woche vor dem Start? Und die Kommunikation mit den Fahrern von Elektrofahrzeugen (E-Fahrer), die meist als Letztes geplant wird, muss früh genug beginnen, damit die Nutzer der Ladepunkte nicht von einer geänderten Oberfläche oder einer neuen App überrascht werden.

Jeder Arbeitsstrang hat eigene Beteiligte, einen eigenen Zeitplan und eigene Folgen, wenn er sich verzögert. Ein Migrationsteam, das sie nacheinander abarbeitet, einen nach dem anderen, kommt am Umstellungstag meist mit offenen Abhängigkeiten an.

Plattformmigration beim EV-Laden: Warum die technische Umstellung der einfachste Teil ist - Fragen Sie einen Betreiber, der eine Plattformmigration hinter sich hat, was dabei am schwierigsten war, und er wird selten die technische Übergabe nennen. Die Daten werden übertragen, der Proxy für OCPP (Open Charge Point Protocol) leitet die Ladepunkte um, das neue System geht in Betrieb. Dieser Teil dauert mit der richtigen Vorbereitung nur Stunden. Was Monate dauert, ist alles andere.

Das Migrations-Playbook für EV-Ladeplattformen

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Die Herausforderung Business Mapping

Jeder Betreiber, der ein Ladenetzwerk seit mehr als ein paar Jahren betreibt, hat Anwendungsfälle, Ausnahmen und Behelfslösungen angesammelt, die widerspiegeln, wie sein Unternehmen tatsächlich arbeitet. Abomodelle, die um die Eigenheiten eines Abrechnungssystems herum aufgebaut sind. Tarifkonfigurationen, die es nur gibt, weil die alte Plattform etwas Naheliegenderes nicht konnte. RFID-Zuweisungsabläufe, die sinnvoll waren, als das Netzwerk noch kleiner war. Stößt ein Migrationsteam auf solche Fälle, lautet die Frage nicht nur „Wie übertragen wir diese Daten?“, sondern „Übernehmen wir diesen Prozess unverändert, oder nutzen wir die Gelegenheit, ihn zu verbessern?“

Diese Entscheidung erfordert Menschen mit tiefem Wissen über das aktuelle System, die Fachbereiche, die darauf angewiesen sind, und einen Migrationspartner, der das Datenmodell der neuen Plattform gut genug kennt, um zu sagen, was sich sauber abbilden lässt und was neu gestaltet werden muss. Das braucht Zeit. Hier schaffen Migrationen aber auch echten Mehrwert über den reinen Plattformwechsel hinaus, weil sie betriebliche Verbesserungen erzwingen, die sonst nie stattfinden würden.

Bei der Bewertung von Migrationspartnern stellen Betreiber oft fest, dass die Tiefe des Business Mappings stärker ins Gewicht fällt, als sie anfangs erwartet hatten. „Die Migration unseres paneuropäischen Netzwerks war eine große Herausforderung, die gründliche Planung und Vorbereitung erforderte“, sagte Lukas Gläsel von E.ON Drive Infrastructure. „Die umfassende Unterstützung und Expertise von AMPECO haben uns geholfen, vor der Migration alles einzurichten und zu testen, und so einen reibungslosen Übergang mit minimalen Serviceunterbrechungen sichergestellt.“

Koordination im gesamten Ökosystem

Eine Migration erfordert außerdem die Koordination von Beteiligten, die keine formale Beziehung zueinander haben: Roaming-Hubs, Zahlungsdienstleister, Hardware-Anbieter, externe Wiederverkäufer und die E-Fahrer, die das Netzwerk jeden Tag nutzen.


Plattformmigration beim EV-Laden: Warum die technische Umstellung der einfachste Teil ist - Fragen Sie einen Betreiber, der eine Plattformmigration hinter sich hat, was dabei am schwierigsten war, und er wird selten die technische Übergabe nennen. Die Daten werden übertragen, der Proxy für OCPP (Open Charge Point Protocol) leitet die Ladepunkte um, das neue System geht in Betrieb. Dieser Teil dauert mit der richtigen Vorbereitung nur Stunden. Was Monate dauert, ist alles andere.

Roaming-Verbindungen müssen mit jedem Partner einzeln migriert und getestet werden. Zahlungsdienstleister müssen vor dem Go-live neu konfiguriert und validiert werden. Verwaltet der Betreiber Ladepunkte im Auftrag anderer Ladestationsbetreiber (CPO), müssen diese Betreiber informiert, geschult und vorbereitet sein. Die Kommunikation mit den Fahrern muss früh genug beginnen, damit die Nutzer nicht überrascht werden, und klar sagen, was sie erwartet.

Nichts davon ist technisch komplex. Alles davon erfordert eine dauerhafte Koordination über Organisationen, Zeitpläne und Menschen hinweg, die andere Prioritäten haben.

Als Swisscharge im Jahr 2025 insgesamt 20.000 Ladepunkte zu AMPECO migrierte, arbeiteten drei Organisationen monatelang parallel an der Umsetzung: Swisscharge koordinierte intern mehrere Betreiber in seinem Ökosystem und steuerte frühzeitige Informationskampagnen für die Fahrer; das Migrationsteam von AMPECO arbeitete an der Abbildung der Geschäftsprozesse, der Abstimmung mit den Partnern und den Probeläufen. Die Umstellung selbst war in wenigen Stunden abgeschlossen. Bei Swisscharge gingen die operativen Kennzahlen nicht zurück, und 2025 verzeichnete das Unternehmen gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 20 % bei Ladevorgängen und aktiven Fahrern.

Wie gute Vorbereitung aussieht

Eine gut strukturierte Migration durchläuft sechs Phasen: Bestandsaufnahme und Festlegung des Umfangs (Geschäftsmodell, regulatorische Vorgaben, Zuordnung der Funktionen zur Architektur, Abhängigkeiten von Dritten); Daten-Mapping und Datenimport; Umstellungsplanung (Stichtagsumstellung oder schrittweiser Rollout, Anforderungen an den OCPP-Proxy, Strategie für die Roaming-Migration); Tests und Probeläufe; Freigaben und abschließende Validierungen; und schließlich der Übergang selbst.

In den ersten vier Phasen entscheidet sich das Ergebnis. Der Umstellungstag ist das Resultat der Arbeit, die ihm vorausgeht.

Betreiber, die die Migrationsplanung unter Druck beginnen, nach einem Ausfall oder einem verlorenen Auftrag, verkürzen diese Phasen. Diese Verkürzung zeigt sich in Problemen nach dem Go-live, die in einem Probelauf hätten auffallen können. Der beste Zeitpunkt, eine Migration zu prüfen, ist, bevor die aktuelle Plattform zu einer ernsthaften betrieblichen Einschränkung wird.

Eine Migration, die sauber gelingt, entsteht in den Monaten vor dem Go-live. Die fünf oben genannten Arbeitsstränge erledigen sich nicht von selbst: Sie brauchen Verantwortliche, Zeitpläne und eine strukturierte Methodik, die das Projekt vom ersten Gespräch über den Projektumfang bis zur Stabilisierungsphase nach der Umstellung beherrschbar macht.

Das E-Book „Das Migrations-Playbook für EV-Ladeplattformen“ von AMPECO behandelt jede Phase im Detail, einschließlich der Fragen, die Sie vor der Festlegung eines Zeitplans stellen sollten, der Abhängigkeiten, die früh geklärt werden müssen, und des internen Rahmens, mit dem Sie die Migrationsentscheidung treffen, wenn Kosten und Nutzen schwarz auf weiß vorliegen. Sie sind noch nicht sicher, ob es so weit ist? Beginnen Sie mit dem Tool zur Bewertung der CPMS-Migrationsbereitschaft, das Ihre aktuelle Plattform in etwa fünf Minuten in sechs Dimensionen bewertet.

Author

Cvetilena Gocheva

Senior Product Marketing Manager

About the author

Cvetilena is a seasoned product marketing manager who turns complex platform capabilities into compelling stories, helping CPOs understand exactly how AMPECO drives their business forward