{"id":57022,"date":"2025-03-28T07:37:00","date_gmt":"2025-03-28T07:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ampeco.com\/?p=57022"},"modified":"2025-03-28T07:37:00","modified_gmt":"2025-03-28T07:37:00","slug":"regulierung-ev-laden-maerz-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/blog\/regulierung-ev-laden-maerz-2025\/","title":{"rendered":"EU-Automobil-Aktionsplan und ViDA-Paket pr\u00e4gen die Politik f\u00fcr das EV-Laden neu"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im M\u00e4rz 2025 wurde der politische Rahmen gesetzt, der das Laden von Elektrofahrzeugen (EV-Laden) in Europa bis zum Ende des Jahrzehnts pr\u00e4gen wird. Der am 5. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichte Industrielle Aktionsplan der EU f\u00fcr die Automobilindustrie best\u00e4tigte eine dreij\u00e4hrige Verl\u00e4ngerung der Frist, in der Automobilhersteller ihre CO\u2082-Ziele erreichen m\u00fcssen. Zugleich sagt er 1,8 Mrd. \u20ac f\u00fcr die Batterieproduktion in der EU zu und schl\u00e4gt eine verpflichtende Elektrifizierung von Unternehmensflotten vor. Nur wenige Tage sp\u00e4ter wurde das Paket \u201eMehrwertsteuer im digitalen Zeitalter\u201c (VAT in the Digital Age, ViDA) verabschiedet, das die grenz\u00fcberschreitende Mehrwertsteuer-Compliance f\u00fcr Ladestationsbetreiber (CPO) ab 2027 grundlegend vereinfacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterdessen schaffte Portugal die verpflichtende Anbindung an die Plattform Mobi.E ab, einer der bedeutendsten Schritte zur Marktliberalisierung in Europa, und Polen stellte 2 Mrd. PLN f\u00fcr Ladeinfrastruktur f\u00fcr schwere Nutzfahrzeuge bereit. Kalifornien f\u00fchrte neue Standards f\u00fcr Nachfrageflexibilit\u00e4t ein, die zeigen, wohin sich die Netzintegration entwickelt. Und die Frist des European Accessibility Act am 28. Juni zwingt Betreiber, das Design ihrer Hardware und Software zu \u00fcberdenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier erfahren Sie, was sich ge\u00e4ndert hat und wo Sie handeln m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-background-default-tertiary-light-background-color has-background\">Regulatorische Entwicklungen<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">EU-Automobil-Aktionsplan: drei Jahre CO\u2082-Aufschub und Elektrifizierungspflicht f\u00fcr Flotten<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Industrielle Aktionsplan der Europ\u00e4ischen Kommission f\u00fcr die europ\u00e4ische Automobilindustrie, ver\u00f6ffentlicht am 5. M\u00e4rz, versucht, die Anliegen der Industrie mit den Klimazielen in Einklang zu bringen. F\u00fcr Betreiber von Ladeinfrastruktur f\u00e4llt das Ergebnis gemischt aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Plan sieht \u00fcber die n\u00e4chsten zwei Jahre 1,8 Mrd. \u20ac f\u00fcr die Batterieproduktion in der EU vor, um die Importabh\u00e4ngigkeit zu verringern und die heimischen Lieferketten f\u00fcr Elektrofahrzeuge zu st\u00e4rken. Bei den CO\u2082-Vorgaben haben Automobilhersteller nun von 2025 bis 2027 Zeit, Ziele zu erreichen, die einen EV-Anteil von mindestens 20 % am Absatz verlangen: ein Zeitraum von drei Jahren statt der urspr\u00fcnglich einj\u00e4hrigen Erf\u00fcllungsfrist. Ein neuer Netzkodex zu Demand Response, geplant f\u00fcr das erste Quartal 2026, soll die Netzflexibilit\u00e4t erh\u00f6hen, indem er bidirektionales Laden und die Integration von Vehicle-to-Grid (V2G) unterst\u00fctzt. Und entscheidend: Die Kommission will bis Ende 2025 Rechtsvorschriften vorschlagen, die gro\u00dfe Unternehmensflotten zur Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge verpflichten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was das f\u00fcr Ladestationsbetreiber bedeutet:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list is-style-list-nds\">\n<li>Die CO\u2082-Verl\u00e4ngerung ist ein zweischneidiges Schwert: Sie verschafft Automobilherstellern Luft, verlangsamt aber die Verbreitung von Elektrofahrzeugen gegen\u00fcber den urspr\u00fcnglichen Prognosen und wirkt sich direkt auf die Nachfragesignale aus, auf die wir in unserer Analyse vom Februar hingewiesen haben<\/li>\n\n\n\n<li>Die Flottenpflicht ver\u00e4ndert den Markt grundlegend: Unternehmensflotten machen rund 60 % der Neuzulassungen in der EU aus, und die vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen, darunter das Ende von Steuervorteilen f\u00fcr Dienstwagen mit fossilem Antrieb und die Pflicht f\u00fcr gro\u00dfe Unternehmen zur Umstellung auf Elektrofahrzeuge, k\u00f6nnten bis 2030 eine Nachfrage nach \u00fcber 2 Millionen E-Autos sichern<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcr CPOs werden Depotladen und Ladeinfrastruktur am Arbeitsplatz zu vorrangigen Umsatzquellen: Flottenbetreiber brauchen zuverl\u00e4ssiges, hoch ausgelastetes Laden mit minimalen Ausfallzeiten, ein ganz anderes Nutzerprofil als beim Laden von Privatkunden<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">ViDA-Paket verabschiedet: grenz\u00fcberschreitende Mehrwertsteuer wird ab 2027 einfacher<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 11. M\u00e4rz 2025 verabschiedete die EU das ViDA-Paket (Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter). Es modernisiert das Mehrwertsteuersystem der EU und geht direkt eines der gr\u00f6\u00dften Compliance-Probleme von CPOs an, die in mehreren M\u00e4rkten t\u00e4tig sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Paket bringt drei wesentliche \u00c4nderungen. Erstens wird die E-Rechnung mit digitalen Meldungen in Echtzeit verpflichtend. Das soll den Mehrwertsteuerbetrug um bis zu 11 Mrd. \u20ac j\u00e4hrlich verringern und die Compliance-Kosten im kommenden Jahrzehnt um \u00fcber 4,1 Mrd. \u20ac pro Jahr senken. Zweitens deckt die einzige Anlaufstelle der Union (Union One Stop Shop, OSS) k\u00fcnftig alle B2C-Lieferungen ab, auch inl\u00e4ndische Ums\u00e4tze. Unternehmen k\u00f6nnen ihre Mehrwertsteuerpflichten so \u00fcber ein einziges Online-Portal erf\u00fcllen, statt sich in jedem Mitgliedstaat registrieren zu lassen. Drittens verlagert bei nicht ans\u00e4ssigen Lieferanten das Reverse-Charge-Verfahren die Steuerschuld auf den Gesch\u00e4ftskunden, wenn der Lieferant vor Ort nicht f\u00fcr die Mehrwertsteuer registriert ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was das f\u00fcr Betreiber bedeutet:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Umsetzungsphase<\/strong><\/td><td><strong>Datum<\/strong><\/td><td><strong>Was sich \u00e4ndert<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Grenz\u00fcberschreitende Mehrwertsteuer beim EV-Laden<\/td><td>Januar 2027<\/td><td>B2C-Stromlieferungen (einschlie\u00dflich EV-Laden) fallen unter den Union-OSS<\/td><\/tr><tr><td>Eine einzige Mehrwertsteuerregistrierung<\/td><td>Juli 2028<\/td><td>Eine Registrierung gilt f\u00fcr alle EU-Mitgliedstaaten<\/td><\/tr><tr><td>Digitale Meldungen und E-Rechnung<\/td><td>Juli 2030<\/td><td>Vollst\u00e4ndige E-Rechnungspflicht in der gesamten EU<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-53886_4189f0-b5 .kt-block-spacer{height:20px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-53886_4189f0-b5 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-53886_4189f0-b5\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab Januar 2027 k\u00f6nnen CPOs, die mehrere EU-M\u00e4rkte bedienen, die Mehrwertsteuer \u00fcber einen einzigen Mitgliedstaat erkl\u00e4ren und abf\u00fchren, statt \u00fcberall, wo sie t\u00e4tig sind, separate Registrierungen zu unterhalten. Betreiber sollten schon jetzt beginnen: ihre aktuelle Mehrwertsteuerstruktur mit Steuerberatern pr\u00fcfen, festlegen, welcher Mitgliedstaat ihre OSS-Registrierungsstelle wird, sicherstellen, dass ihre Abrechnungssysteme konforme E-Rechnungen erzeugen k\u00f6nnen, und den \u00dcbergang von der heutigen Mehrfachregistrierung zum OSS planen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Liberalisierung von Mobi.E \u00f6ffnet Portugals Markt, doch politische Unsicherheit bleibt<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 3. M\u00e4rz 2025 billigte die portugiesische Regierung eine umfassende Reform, die Ladestationsbetreiber nicht mehr verpflichtet, sich an eine einzige Plattform anzuschlie\u00dfen. Sie z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Schritten zur Marktliberalisierung beim EV-Laden in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reform ver\u00e4ndert den portugiesischen Markt in mehreren wichtigen Punkten. Mobi.E bleibt verf\u00fcgbar, ist aber nicht mehr verpflichtend, sodass CPOs unabh\u00e4ngig arbeiten k\u00f6nnen. Elektronische Zahlungen per QR-Code und Bankkarte sind nun vorgeschrieben, und Ladestationen \u00fcber 50 kW m\u00fcssen Kartenzahlung unterst\u00fctzen. Das geht \u00fcber die Anforderungen der AFIR hinaus. In allen \u00f6ffentlichen Ladenetzwerken m\u00fcssen klare Preise vorab angezeigt werden. \u00d6ffentliche Ausschreibungen f\u00fcr Konzessionsgebiete \u00f6ffnen den Markt f\u00fcr neue Anbieter. Und die Reform erm\u00f6glicht ausdr\u00fccklich bidirektionales Laden und den Eigenverbrauch von Solarstrom.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings gibt es eine politische Komplikation. Portugals Mitte-rechts-Regierung verlor am 12. M\u00e4rz 2025 eine Vertrauensabstimmung, Neuwahlen sind f\u00fcr Mai angesetzt. Das Konsultationsverfahren l\u00e4uft noch, und die n\u00e4chste Regierung k\u00f6nnte Teile der Reform \u00e4ndern oder verz\u00f6gern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was das f\u00fcr Betreiber bedeutet:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list is-style-list-nds\">\n<li>\u00dcbersteht die Reform den politischen Wechsel, wird Portugal zu einem der offensten und wettbewerbsintensivsten Ladem\u00e4rkte Europas<\/li>\n\n\n\n<li>Die Pflicht zur Kartenzahlung an allen Ladestationen \u00fcber 50 kW bringt Anforderungen an die Hardware mit sich, die eine Nachr\u00fcstung bestehender Infrastruktur erfordern k\u00f6nnen<\/li>\n\n\n\n<li>CPOs sollten die Ergebnisse der Wahl im Mai genau verfolgen und bereit sein, schnell zu handeln, wenn die Reform best\u00e4tigt wird<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Frist des European Accessibility Act am 28. Juni r\u00fcckt n\u00e4her<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der European Accessibility Act (EAA) tritt am 28. Juni 2025 in Kraft und schafft neue Pflichten f\u00fcr die physische Ladeinfrastruktur ebenso wie f\u00fcr digitale Dienste. Ladestationen werden im EAA zwar nicht ausdr\u00fccklich genannt, fallen aber unter seine Anforderungen an die Barrierefreiheit. Auf der Hardwareseite m\u00fcssen Zahlungsterminals, Bildschirme, Bedientasten, Kabelf\u00fchrung und die Gestaltung der Stellpl\u00e4tze Standards f\u00fcr Barrierefreiheit erf\u00fcllen. Auf der digitalen Seite m\u00fcssen mobile Apps und Ladepunkt-Managementsysteme den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) entsprechen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was das f\u00fcr Betreiber bedeutet:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list is-style-list-nds\">\n<li>AMPECO hat die WCAG-Standards bereits in seine Plattform integriert und diesen regulatorischen Wandel vorweggenommen<\/li>\n\n\n\n<li>Die Hardware-Compliance ist komplexer: Zahlungsterminals m\u00fcssen f\u00fcr Nutzer mit eingeschr\u00e4nkter Mobilit\u00e4t und Sehkraft bedienbar sein, Bildschirmh\u00f6he und Kontrast m\u00fcssen Mindeststandards erf\u00fcllen, Bedienelemente m\u00fcssen ohne feinmotorische F\u00e4higkeiten erreichbar sein, und f\u00fcr sehbehinderte Nutzer kann eine akustische R\u00fcckmeldung erforderlich sein<\/li>\n\n\n\n<li>Vorschriften zur Barrierefreiheit entwickeln sich weltweit weiter: In den USA, Kanada, Gro\u00dfbritannien und Australien sind \u00e4hnliche Anforderungen in Vorbereitung. Wer fr\u00fch konform ist, verschafft sich also einen Wettbewerbsvorteil, statt nur eine regulatorische Pflicht abzuhaken<\/li>\n\n\n\n<li>Betreiber sollten ihre bestehende Infrastruktur jetzt pr\u00fcfen und sicherstellen, dass alle neuen Installationen von Beginn an barrierefrei sind<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kaliforniens Standards f\u00fcr Nachfrageflexibilit\u00e4t zeigen die Zukunft der Netzintegration<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab dem 29. September 2025 verpflichten neue kalifornische Standards flexible Verbrauchsger\u00e4te, zun\u00e4chst Poolsteuerungen, ihren Energieverbrauch in g\u00fcnstigere und sauberere Zeitr\u00e4ume zu verlagern. Das betrifft das EV-Laden zwar noch nicht direkt, zeigt aber, wohin sich Kaliforniens Politik zur Netzintegration bewegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ger\u00e4te m\u00fcssen Zertifizierungsstandards wie OpenADR 2.0b, IEEE 2030.5 oder CTA-2045 erf\u00fcllen, damit Energieversorger oder Aggregatoren den Energieverbrauch bei Spitzenlast steuern k\u00f6nnen. Ziel ist es, den Spitzenverbrauch zwischen 16 und 21 Uhr zu vermeiden, die Nutzung von Solarstrom zwischen 9 und 15 Uhr zu maximieren und bis 2033 eine flexible Stromkapazit\u00e4t von 7.000 MW zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was das f\u00fcr Betreiber bedeutet:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list is-style-list-nds\">\n<li>Poolsteuerungen sind erst der Anfang: Die California Energy Commission wird ihre Befugnisse nach Senate Bill 49 voraussichtlich nutzen, um \u00e4hnliche Anforderungen auf EV-Ladeinfrastruktur auszuweiten<\/li>\n\n\n\n<li>Vorausschauende CPOs sollten schon jetzt Smart-Charging-Funktionen einf\u00fchren, die diesen Zertifizierungsstandards entsprechen, dazu ein Lastmanagement, das auf Netzsignale reagiert, und zeitabh\u00e4ngige Tarife, die Anreize f\u00fcr das Laden au\u00dferhalb der Spitzenzeiten schaffen<\/li>\n\n\n\n<li>Betreiber, die diese Funktionen jetzt aufbauen, haben einen deutlichen Vorsprung, wenn Kalifornien diese Vorgaben auf das EV-Laden ausweitet, voraussichtlich innerhalb der n\u00e4chsten 12 bis 24 Monate<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-background-default-tertiary-light-background-color has-background\">F\u00f6rder- und Anreizprogramme<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Polen stellt 2 Mrd. PLN f\u00fcr Lkw-Ladeinfrastruktur bereit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 31. M\u00e4rz 2025 startete Polen die Antragsphase f\u00fcr eines der gro\u00dfz\u00fcgigsten F\u00f6rderprogramme Europas f\u00fcr das Laden schwerer Nutzfahrzeuge. Das Gesamtbudget des Programms betr\u00e4gt 2 Mrd. PLN (rund 465 Mio. \u20ac), die erste Ausschreibung umfasst 1 Mrd. PLN (rund 232 Mio. \u20ac). Gef\u00f6rdert werden bis zu 100 % der f\u00f6rderf\u00e4higen Investitionskosten bzw. bis zu 85 % bei Projektfinanzierungsstrukturen. F\u00f6rderf\u00e4hige Standorte sind Korridore des TEN-V-Kernnetzes (im Umkreis von 3 km), Logistikzentren, Depots und intermodale Terminals. Die gesamte Infrastruktur muss f\u00fcr emissionsfreie Lkw \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sein.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was das f\u00fcr Betreiber bedeutet:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list is-style-list-nds\">\n<li>Da bis zu 100 % der Kosten \u00fcbernommen werden, entfallen Vorabinvestitionen. Das macht das Programm zu einem der betreiberfreundlichsten F\u00f6rderprogramme in Europa<\/li>\n\n\n\n<li>Der Fokus auf strategische Standorte, also TEN-V-Korridore und Logistikdrehkreuze, sichert eine potenziell hohe Auslastung<\/li>\n\n\n\n<li>Die Pflicht zur \u00f6ffentlichen Zug\u00e4nglichkeit schafft langfristiges Umsatzpotenzial \u00fcber die Ankerkunden hinaus<\/li>\n\n\n\n<li>Polen positioniert sich als mitteleurop\u00e4isches Logistikdrehkreuz, und das Programm soll sicherstellen, dass die Ladeinfrastruktur steht, bevor sich die Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge beschleunigt<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Anerkennungen durch US-Programme erweitern AMPECOs F\u00f6rderf\u00e4higkeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die NEVI-Bundesmittel weiterhin eingefroren sind, laufen die Programme der Bundesstaaten und Energieversorger normal weiter. Im M\u00e4rz erhielt AMPECO drei wichtige Programmanerkennungen, die Betreibern auf der Plattform den Zugang zu F\u00f6rdermitteln erweitern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Kalifornien stehen im Programm CALeVIP 55 Mio. $ f\u00fcr die Installation von DC-Schnellladestationen hoher Leistung bereit; das Antragsfenster ist vom 5. August bis 5. Oktober 2025 ge\u00f6ffnet. In New York verf\u00fcgt das Programm Charge Ready NY 2.0 der NYSERDA mit Stand M\u00e4rz 2025 noch \u00fcber 5,99 Mio. $ seines Gesamtbudgets von 12 Mio. $ und f\u00f6rdert Level-2-Ladestationen im gesamten Bundesstaat bis zum 31. Dezember 2025. Und landesweit wurde AMPECO in mehr als 20 Programmen von Energieversorgern auf die Vetted Product List des EPRI aufgenommen, darunter Southern California Edison, Pacific Gas &amp; Electric, Portland General Electric, Georgia Power und Salt River Project. Grundlage daf\u00fcr sind die Funktionen der Plattform zur Erfassung von Verf\u00fcgbarkeit und Ausfallzeiten in den Ladevorgangs- und Energieberichten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was das f\u00fcr Betreiber bedeutet:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list is-style-list-nds\">\n<li>Programme der Bundesstaaten und Energieversorger bieten verl\u00e4sslichere F\u00f6rderzeitpl\u00e4ne als Bundesprogramme und sind vor politischen Schwankungen gesch\u00fctzt<\/li>\n\n\n\n<li>Allein die EPRI-Anerkennung er\u00f6ffnet Zugang zu fast 2 Mrd. $ an \u00f6ffentlichen F\u00f6rdermitteln in den Versorgungsgebieten<\/li>\n\n\n\n<li>Betreiber sollten Antr\u00e4ge f\u00fcr diese Programme vorziehen, solange die Unsicherheit auf Bundesebene anh\u00e4lt<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[Zum vollst\u00e4ndigen F\u00f6rderprogramm-Tracker von AMPECO \u2192]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-background-default-tertiary-light-background-color has-background\">AMPECO-Interessenvertretung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einsatz auf dem Capitol Hill f\u00fcr die EV-Ladef\u00f6rderung des Bundes<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">AMPECO nimmt an einem bevorstehenden Fly-in auf dem Capitol Hill teil, das gemeinsam mit Branchenverb\u00e4nden organisiert wird, und trifft Abgeordnete des Repr\u00e4sentantenhauses und des Senats sowie Ausschussmitarbeiter. Im Mittelpunkt stehen der Schutz der NEVI-Mittel vor administrativen Verz\u00f6gerungen, der Erhalt der Steuergutschrift 30C f\u00fcr Ladeinfrastruktur und der Steuergutschrift 30D f\u00fcr private E-Auto-K\u00e4ufer sowie die Fortf\u00fchrung des CFI-F\u00f6rderprogramms. Durch diesen direkten Austausch wird die Perspektive der Ladeinfrastrukturbranche in den Haushaltsberatungen des Bundes vertreten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beitrag zu Standards f\u00fcr Smart-Meter-Gateways im Cyber Resilience Act<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Cyber Resilience Act beauftragt die Europ\u00e4ische Kommission, technische Spezifikationen f\u00fcr kritische digitale Produkte festzulegen, darunter Smart-Meter-Gateways. AMPECO beteiligt sich an der \u00f6ffentlichen Konsultation, die bis zum 15. April 2025 l\u00e4uft, und befasst sich darin mit den Cybersicherheitsanforderungen an diese Ger\u00e4te.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Smart-Meter-Gateways sind grundlegende Infrastruktur f\u00fcr netzintegriertes EV-Laden, und die entstehenden Cybersicherheitsstandards werden voraussichtlich auf andere intelligente Messsysteme und schlie\u00dflich auf die Ladeinfrastruktur selbst ausgeweitet. AMPECO setzt sich in seinem Beitrag f\u00fcr Sicherheitsanforderungen ein, die sich verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig nach Risikoprofilen richten, f\u00fcr Interoperabilit\u00e4t zwischen Sicherheitsrahmenwerken und gegen \u00fcberm\u00e4\u00dfig detaillierte technische Vorgaben, die suboptimale L\u00f6sungen festschreiben k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beitr\u00e4ge zur Smart Energy Expert Group zur St\u00e4rkung der Verbraucher<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">AMPECO wirkt an der Arbeit der Smart Energy Expert Group zur St\u00e4rkung der Verbraucher im Rahmen der Reform des Strommarktdesigns (Electricity Market Design, EMD) mit und liefert Anwendungsf\u00e4lle in drei zentralen Bereichen. Nach Artikel 4 der Strombinnenmarktrichtlinie w\u00fcrde das Modell mehrerer Lieferanten EV-Fahrern erm\u00f6glichen, gleichzeitig Vertr\u00e4ge mit mehreren Stromlieferanten zu schlie\u00dfen und ihren Strombezug \u00fcber Erzeuger erneuerbarer Energie und dynamische Tarifangebote hinweg zu optimieren. Artikel 7b der Strombinnenmarktverordnung behandelt Demand-Response-Mechanismen, die Echtzeit-Verbrauchs\u00fcberwachung, zeitabh\u00e4ngige Tarife und automatisiertes Lastmanagement nutzen, um die Netzstabilit\u00e4t zu verbessern und die Ladekosten zu senken. Und Artikel 15a der Strombinnenmarktrichtlinie regelt die gemeinsame Energienutzung und den kollektiven Eigenverbrauch. Er unterst\u00fctzt die lokale Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energie, sodass Besitzer von Elektrofahrzeugen und Ladenetzwerke an Modellen zur gemeinsamen Energienutzung teilnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Rahmenwerke werden festlegen, wie sich das EV-Laden in neue Strukturen des Energiemarkts einf\u00fcgt: V2G, virtuelle Kraftwerke, B\u00fcrgerenergieprojekte und dynamische Netzdienstleistungen. AMPECOs technischer Beitrag sorgt daf\u00fcr, dass die politischen Rahmenwerke auf realistischen Umsetzungsm\u00f6glichkeiten beruhen statt auf theoretischen Konzepten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-background-default-tertiary-light-background-color has-background\">Wichtige Termine und Fristen im Q2 2025<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>15. April 2025:<\/strong> Ende der \u00f6ffentlichen Konsultation zum Cyber Resilience Act<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mai 2025:<\/strong> Parlamentswahl in Portugal (der Zeitplan der Mobi.E-Reform h\u00e4ngt vom Ergebnis ab)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>11. Juni 2025:<\/strong> Antragsfrist f\u00fcr AFIF-F\u00f6rdermittel<\/li>\n\n\n\n<li><strong>28. Juni 2025:<\/strong> Der European Accessibility Act tritt in Kraft<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was CPOs jetzt tun sollten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus den politischen Entwicklungen im M\u00e4rz ergeben sich klare Aufgaben. Betreiber sollten vor der EAA-Frist am 28. Juni ihre Barrierefreiheit pr\u00fcfen, ihre Mehrwertsteuerstruktur mit Beratern \u00fcberpr\u00fcfen, um sich auf den \u00dcbergang zum OSS im Jahr 2027 vorzubereiten, F\u00f6rdermittel f\u00fcr schwere Nutzfahrzeuge in Polen beantragen, wenn sie in Mitteleuropa t\u00e4tig sind, und die Wahl in Portugal verfolgen, um sich auf einen m\u00f6glichen Markteintritt vorzubereiten.<br><br>Brauchen Sie Unterst\u00fctzung? <a href=\"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/kontakt-uns\/?form_type=Regulatory%20Advisory%20Services\">Buchen Sie einen Termin mit dem AMPECO-Team f\u00fcr Regulierungsfragen <\/a><a href=\"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/beratungsgesprach-ev-laden-buchen\/\">\u2192<\/a><br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im M\u00e4rz 2025 wurde der politische Rahmen gesetzt, der das Laden von Elektrofahrzeugen (EV-Laden) in Europa bis zum Ende des Jahrzehnts pr\u00e4gen wird. Der am 5. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichte Industrielle Aktionsplan der EU [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":35,"featured_media":57073,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_nds_page_background":"","footnotes":""},"categories":[583],"tags":[1066,1068,1067],"class_list":["post-57022","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-policy-corner-de","tag-eu-aktionsplan-automobilindustrie","tag-mobi-e-reform-de","tag-vida-mehrwertsteuer-compliance"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57022","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/35"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57022"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57022\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57073"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57022"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57022"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ampeco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57022"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}